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By Werner Nothdurft

Dr. Werner Nothdurft ist Professor für Theorie und Praxis sozialer Kommunikation am facebook Sozial- und Kulturwissenschaften der Fachhochschule Fulda.

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Dieses Spannungsverhilltnis ist selbst ein wichtiger Analyseaspekt. Ich m6chte die Bestimmung des Untersuchungsgegenstandes als Explikation subjektiver Bedeutung kommunikativen Handelns versuchsweise in einer Reihe kontrastierender Aussagen verdeutlichen: - Statt das kommunikative Geschehen auf die Manifestation kognitiver GroBen zu reduzieren, muJ3 es darum gehen, das kommunikative Geschehen urn die Dimension subjektiver Bedeutung analytisch anzureichem. - Statt die Komplexitiit des kommunikativen Geschehens auf ein Basis-Modell (mental model) zurUckzufiihren, muJ3 es darum gehen, die Interpretation des kommunikativen Geschehens urn eine zusatzliche Bedeutungsdimension zu komplizieren, namlich urn die Dimension des subjektiven Zusammenhangs, in dem die einzelnen AuJ3erungen eines Sprechers stehen.

Diese Explikation greift somit zwangslaufig immer wieder auf Beschreibungsgrafien zuruck, die sich selbst nicht verbatim im Text finden, sondern die yom Analytiker zwecks Bedeutungskonstruktion eingefiihrt werden, urn Gesprachsbeitragen Sinn verleihen zu kannen. , alles in all em eine Vielzahl von Kenntnissen, Deutungen und Interpretationen, die "so nicht" in der 39 Interaktion bzw. im Transkript enthalten sind, sondem vom Analytiker aus dem Text herausgearbeitet werden oder in Beziehung zu ihm gesetzt werden miissen.

LABOV & F ANSHEL 1977), zum anderen scheint mir bei manchen Interpretationen eher das Problem zu sein, dafi sie gerade nicht willkiirlich oder beliebig sind, sondern vielmehr geradezu unwillkiirlich und zwanghaft. Insgesamt erscheint mir daher der Einwand, eine Analyse, die nicht den rationalistischen Wissenschaftskriterien geniigt, sei willkiirlich und beliebig, inkonsistent, ohne Fundierung und unrealistisch. Mir scheint, dafi es sich bei diesem Einwand eher urn eine rhetorische Formel handelt, mit der man millliebige (oder angsterzeugende) Wissenschaft zum Schweigen bringen will, als urn ein theoretisch fundiertes Argument.

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