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By Bernd Estel (auth.), Bernd Estel, Tilman Mayer (eds.)

Bücher haben auch ihre Vorgeschichte. Im Fall dieses Sammelbands standen die revolutionären Umwälzungen in Mittel-, Südost-und Osteuropa, darunter nicht zuletzt der damaligen DDR am Anfang. Sie motivierten im Frühjahr 1990 einen der Herausgeber, sich um die Einrichtung einer sogenannten Ad-hoc­ Gruppe mit dem Thema "Nation und Nationalismus in den neunziger Jahren" für den Anfang Oktober in Frankfurt a. M. stattfindenden 25. Deutschen So­ ziologentag zu bemühen; dank der guten Resonanz interessierter Kollegen und der tatkräftigen Unterstützung von Wolfgang Lipp kam diese Ad-hoc-Gruppe auch zustande. Die beim Soziologentag selbst gemachten Erfahrungen erm- terten dazu, für den zwei Jahre später in Düsseldorf stattfindenden 26. Deut­ schen Soziologentag erneut eine solche Ad-hoc-Gruppe zu bilden. Noch vor dieser Tagung regte dann einer der Beteiligten, Erhard Stölting, an, die dafür vorgesehenen Referate zu einem Sammelband auszuarbeiten. Rasch wurde klar, daß dieser Vorschlag darauf hinauslief, einen solchen Band unter einem eigens konzipierten thematischen Rahmen anzugehen und zu dessen Ausfüllung auch zusätzliche Autoren zu gewinnen. Die mit dieser Konzeption und vor allem: der praktischen Umsetzung dieses Projekts verbundenen Schwierigkeiten schreckten in Verbindung mit der üblichen individuellen Zeitknappheit auf­ grund bereits bestehender Verpflichtm1gen die verschiedenen Beteiligten frei­ lich erst einmal davon ab, selbst die Herausgabe des Bands zu übernehmen. Anfang 1993 fanden sich jedoch die jetzigen Herausgeber dazu gemeinsam be­ reit.

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Grenzgänge zwischen Wissenschaft und Politik: Geschlechterkonstellationen in wissenschaftlichen Eliten

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Karrierefrauen und Karrieremänner: Eine psychoanalytisch orientierte Untersuchung ihrer Lebensgeschichte und Familiendynamik

Dr. Gertraud Diem-Wille ist Assistenz-Professorin und Lektorin an der Universität Wien.

Einführung in die Soziologie: Band 1: Der Blick auf die Gesellschaft

Was once ist Soziologie? was once sind zentrale Themen? Welche theoretischen Erklärungen haben sich zu bestimmten Fragen durchgesetzt? Auf diese Fragen will diese zweibändige Einführung in die Soziologie Antwort geben. Die Sprache ist so gehalten, dass der Anfänger sicher auf abstrakte Themen und Theorien zugeführt wird und der Fortgeschrittene sein Wissen noch einmal in Ruhe rekonstruieren kann.

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Sein Primat sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß zwischen diesen drei Identitätsebenen eine wechselseitige Beeinflussung und innere Abhängigkeit besteht. Das ist überhaupt schon deshalb der Fall, weil im konkreten Denken der Menschen die Bestände der beteiligten WIssensarten eben nicht säuberlich voneinander getrennt sind, sondern sich vermischen und durchdringen. Hinzu kommt die Erfüllung eines funktionalen Erfordernisses: Um im Jedermannbewußtsein handlungsrelevante Attraktivität zu gewinnen, muß das Identitätswissen Konsistenz, d.

Kulturelle Einrichtungen, politischen Institutionen und nicht zuletzt in die Massenmedien mit ihrer unaufhörlichen Berieselung der Menschen. Und auf diese Weise versorgt eine einmal etablierte Identität, verläuft ihre interne Dynamik im Gefolge äußerer und innerer Umbrüche nicht allzu dramatisch, die Nationsangehörigen mit dem gesicherten WIssen von der eigenen Nation auch mit dem WIssen um die Differenzen nach außen, sodaß die wohlsozialisierte Person wenigstens im groben einige der wichtigsten, dignitätsrelevanten Unterschiede zwischen seiner und fremden Nationen, zwischen "seinesgleichen" und den Angehörigen der jeweiligen Nachbar- oder Bezugsnationen angeben kann.

Und bei den Menschen selbst löst eine solche Situation vor allem Fluchtbewegungen aus, die von einer Abkehr von den für das Kollektiv als typisch geltenden Seins- und Verhaltensweisen über die Verleugnung der eigenen kollektiven Zugehörigkeit besonders nach 33 Allerdings sind die zunächst eindeutigen Resultate solcher Auseinandersetzungen dann doch nicht unbedingt dauerhaft, wie das folgende Beispiel verdeutlichen kann: Mit der am Weißen Berg 1620 kataStrophal verlorenen Schlacht schieden die Tschechen als eigenständiges Volk bzw.

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